Der Metallfilter hängt draußen, das Wasser läuft in die Spülmaschine – und die Frage ist: Einfach rein damit? Oder lieber von Hand? Beide Methoden funktionieren, aber nicht für jeden Filter und nicht unter allen Bedingungen gleich gut. Wer den Unterschied kennt, trifft die richtige Entscheidung.
Was Metallfilter von anderen Filtern unterscheidet
Metallfilter – oft aus Aluminium oder Edelstahl – sind robuster als Kunststofffilter und für die Dauernutzung ausgelegt. Sie lassen sich reinigen und wiederverwenden, theoretisch unbegrenzt. Das macht sie langlebig, aber auch anfälliger für falsche Reinigungsmethoden.
Aluminium reagiert empfindlich auf stark alkalische Reiniger und auf Dauerhitze in der Spülmaschine. Edelstahlfilter sind widerstandsfähiger, aber auch sie können bei falscher Behandlung matt werden oder ihre Struktur verändern. Der erste Blick sollte also dem Material gelten.
Spülmaschine – wann sie funktioniert
Viele Metallfilter sind spülmaschinenfest – das steht im Handbuch oder auf dem Filter selbst. Wenn das der Fall ist, spricht nichts dagegen, sie im Geschirrspüler zu reinigen. Hohe Temperaturen und ein gutes Reinigungsmittel lösen Fett zuverlässig.
Wichtig ist der Platz im Gerät. Der Filter sollte so eingelegt werden, dass Wasser von allen Seiten daran kommt. Ein flach eingelegter Filter, der andere Teile verdeckt, wird nicht gleichmäßig gereinigt. Nach dem Spülgang kurz prüfen, ob noch Reste vorhanden sind.
Handreinigung – wann sie besser ist
Bei stark verkrustetem Fett ist die Spülmaschine oft nicht die erste Wahl. Sie reinigt gut, aber sie weicht nicht ein. Wer einen Filter mit dicken Ablagerungen direkt in die Maschine gibt, holt ihn oft noch mit Rückständen heraus.
Besser: erst einweichen, dann maschinell nachspülen oder von Hand abschrubben. Heißes Wasser mit Spülmittel, 20 bis 30 Minuten Einweichzeit, dann mit einer weichen Bürste nacharbeiten. Das löst, was die Maschine alleine nicht schafft.
Typische Fehlversuche
Viele legen Aluminiumfilter bei 70 °C in die Spülmaschine – und wundern sich, warum der Filter danach verfärbt oder leicht verformt ist. Aluminium verträgt keine Dauerbelastung durch hohe Temperaturen und aggressive Reinigertabs.
Auch das Schrubben mit rauen Schwämmen oder Stahlwolle ist ein häufiger Fehler. Die Oberfläche des Filters wird dadurch aufgeraut – Fett haftet danach noch besser. Weiche Bürsten oder Mikrofasertücher sind die richtige Wahl.
Was im Alltag wirklich hilft
Wer den Metallfilter regelmäßig reinigt, hat mit keiner der beiden Methoden ein Problem. Sowohl Spülmaschine als auch Handreinigung funktionieren gut, wenn der Filter nicht zu stark verschmutzt ist.
Ein Aktivkohlefilter sollte beim gleichen Reinigungstermin ebenfalls geprüft werden – er sitzt oft direkt dahinter und wird leicht übersehen. Wer beide Filter zusammen im Blick hat, spart sich doppelte Arbeit und hält die Haube dauerhaft in gutem Zustand.
Kurzfazit
Metallfilter können per Hand oder in der Spülmaschine gereinigt werden – je nach Material und Verschmutzungsgrad. Aluminiumfilter vertragen keine zu hohen Temperaturen. Bei starken Ablagerungen zuerst einweichen, dann reinigen. Regelmäßige Pflege macht beide Methoden einfacher.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich, ob mein Metallfilter spülmaschinenfest ist?
Im Handbuch der Haube steht, ob der Filter maschinell gereinigt werden darf. Alternativ hilft ein Blick auf den Filter selbst – manche tragen ein entsprechendes Symbol. Im Zweifel lieber von Hand reinigen.
Wie oft sollte man den Metallfilter reinigen?
Bei regelmäßigem Kochbetrieb alle vier Wochen. Wer intensiv kocht oder viel brät, sollte den Filter häufiger prüfen und bei sichtbarem Fettbelag sofort reinigen.
Kann man Metallfilter auch mit Natron reinigen?
Ja. Natron in heißem Wasser gelöst eignet sich gut zum Einweichen von Metallfiltern. Es ist schonender als starke alkalische Reiniger und für leichte bis mittlere Verschmutzungen gut geeignet.
Was tun, wenn der Filter nach der Reinigung noch riecht?
Ein anhaltender Geruch nach der Filterreinigung deutet darauf hin, dass der Aktivkohlefilter gewechselt werden muss. Der Metallfilter selbst ist geruchsneutral, sobald er sauber ist.